"Gestatten? St. Marien.                                            
                      .....Blasmusik St. Marien"

Mitte der 90er Jahre trafen sich eine Hand voll Musiker im Marienviertel in Dorsten. Sie waren sozusagen „Restbestände“ diverser Musikvereine in Dorsten, die leider mangels Masse an Mitstreitern aufgehört hatten, zu existieren. So kamen zum Beispiel einige Musiker aus der damaligen Bergwerkskapelle Fürst Leopold Baldur, einige aus der Stadtkapelle Dorsten und einige aus der Instrumentalgruppe des Fanfarencorps Hervest - Dorsten.

Gemeinsamer Wunsch war es, ein neues Podium für Blasmusik in Dorsten zu schaffen, um hier dann intensiv dem schönen Hobby nachgehen zu können. So wurde unter Leitung von Adolf Günther der Probenbetrieb aufgenommen.

Da das Kind auch einen Namen haben musste, einigte man sich schnell darauf, die Wurzeln der Gründung und gleichzeitig einen Bezug zur neuen musikalischen Heimat im Namen zu tragen. Man wählte den Namen Blasmusik St. Marien.

Da ein reger Bedarf an Blasmusik vorhanden war, ließen auch die ersten Auftritte nicht lange auf sich warten. So trat man zur Fronleichnamsprozession in St. Marien auf, spielte zur Maibaumversteigerung und Martinsumzug des Martinskomitees, zum Pfarrfest oder zu diversen Feuerwehrfesten und wurde so mittlerweile fester Bestandteil in der Gemeinde.

Leider wurde im Lauf der Jahre das Durchschnittsalter der Musiker immer höher, zudem kam kein Nachwuchs nach. So fasste man im Jahr 2002 schweren Herzens den Beschluß, zum Jahresende die Blasmusik aufzulösen. Als dies in der Gemeinde St. Marien bekannt wurde, wurden zahlreiche Stimmen laut, die eine Auflösung der Musikgruppe sehr bedauerten, und die 8 Aktiven aufmunterten, doch weiter zu machen. Und sie machten weiter.

Allerdings legte Adolf Günther, der seinem Amt in all den Jahren in vorbildlicher Weise nachkam und eine Menge an Nerven, Zeit und Kraftakten für die Blasmusik aufbrachte, seine Funktion als Kapellenleiter nieder.

Übernommen wurde die Leitung von Thomas Günther und Ludger Thiemann, die als wichtigste Aufgabe die Werbung von Neumitgliedern in Angriff nahmen. Als erstes wurden die Ehefrauen und Kinder „dienstverpflichtet“, auch in der Gemeinde war keiner vor den beiden sicher. Nach intensivsten Probenarbeiten wurde so schnell ein Repertoire auf- und ausgebaut, um so im Jahr 2003 die Fronleichnamsprozession und das Pfarrfest musikalisch umrahmen zu können. Im Rahmen des Pfarrfestes fand dann auch die offizielle Stabübergabe von Adolf an seinen Sohn Thomas Günther statt.

Mittlerweile entwickelte sich die Blasmusik weiter und weiter, so dass man beschloss, im März 2006 der bis dato locker geführten Vereinigung auch rechtlich die richtige Grundlage zu geben. Ludger Thiemann entwickelte in Zusammenarbeit mit Johannes Backherms und Thomas Günther eine Satzung sowie eine Vereinsordnung. Per Gründungsversammlung am 02.03.2006 wurde diese Satzung verabschiedet und ins Vereinsregister eingetragen. So lautet der Name nun

Blasmusik St. Marien Dorsten e.V.

Derzeit sind im übrigen  mehr als 45 Leute bei der Blasmusik aktiv, zahlreiche Anfänger befinden sich in der Ausbildung und man schaut weiter positiv in die Zukunft….
 
   
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